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7 Tipps wie du dein Zuhause von schädlichen Stoffen befreien kannst

von Jasmin Kirst März 20, 2020 5 min Lesezeit

7 Tipps wie du dein Zuhause von schädlichen Stoffen befreien kannst

Der Frühling steht vor der Tür und mit dem anstehenden Frühjahrsputz sollten wir über ein Entgiften in den eigenen vier Wänden nachdenken. Experten sind der Meinung, dass in unseren Wohnbereichen bis zu 30.000 verschiedene Arten von Chemikalien enthalten sind. Wo sich diese Giftstoffe verstecken und wie du dein Zuhause erfolgreich einem Home Detox unterziehst, erfährst du in diesem Blogbeitrag.

Inhaltsübersicht

Wo können sich überall giftige Stoffe verstecken?
Versteckte Schadstoffe in Haushaltsgeräten und Küchengeschirr
Auf ökologische Wandfarben und Lacke setzen
Möbel & Wohnaccessoires aus natürlichen Materialien

Matratzen & Textilien aus Naturlatex
Pflanzen als Raumluftreiniger
Reinigungsmittel selbst herstellen
Wichtige Gütesiegel

Wo können sich überall giftige Stoffe verstecken? 

In allen Wohnbereichen sind wir umgeben von giftigen Stoffen in jeglicher Form, die uns tagtäglich schaden können. Diese verstecken sich z.B. in Matratzen und Wandfarben in Form von Lösungsmitteln, in Teppichen als Insektengifte, als Weichmacher in Bodenbelägen oder in Möbelstücken durch Formaldehyde. Auch dekorative Objekte wie Kerzen können bedenkliche synthetische Duftstoffe enthalten. Einen besonders hohen Anteil an Giftstoffen finden sich allerdings in Haushaltsgeräten aus Kunststoff sowie in alltäglichen Reinigungsmitteln, die giftige Dämpfe ausstoßen oder allergische Hautreaktionen hervorrufen können.

All diese Schadstoffe befinden sich in der Raumluft oder werden von uns tagtäglich durch den Hautkontakt oder die Nahrungsaufnahme aufgenommen. Dabei gibt es für alles Alternativen, die völlig bedenkenlos sind oder zumindest eine deutliche Reduktion an schädlichen Inhaltsstoffen aufweisen. 

Versteckte Schadstoffe in Haushaltsgeräten und Küchengeschirr

Viele Geräte in der Küche sind aus Kunststoff hergestellt oder mit Kunststoff beschichtet. Besonders kritisch sind den Kunststoffen beigefügte Weichmacher wie Phtalate oder Bisphenol A, die für Elastizität und Formbarkeit sorgen. Sie stehen im Verdacht, negativ auf das Hormonsystem einzuwirken und gesundheitsschädlich zu sein. Weichmacher befinden sich in Gegenständen des täglichen Bedarfs und sind oft in Folien, Lebensmittelverpackungen, Gummis und Plastikbesteck enthalten. Sogar das konventionelle Backpapier ist mit Kunststoff beschichtet und kleinste Partikel, die sich lösen können, werden jedes Mal von uns aufgenommen. Du kannst als Alternative auch ganz einfaches Butterbrotpapier verwenden und bei Bedarf etwas Öl darauf pinseln. 

Bei Pfannen ist es das Teflon, auch bekannt als der Kunststoff Polytetrafluorethylen (PTFE), der kritisch anzusehen ist. Er verhindert zwar praktischerweise das Anbrennen von Lebensmitteln, aber wird die beschichtete Pfanne zu stark erhitzt, so werden kritische Dämpfe freigesetzt, die gesundheitsschädlich sein können. Als Alternative kann eine unbeschichtete Edelstahlpfanne oder gusseiserne Pfanne eingesetzt werden.

Du solltest beim Kauf der Produkte darauf achten, dass möglichst kein Plastik enthalten ist, sondern sie vorwiegend aus Materialien wie Glas, Keramik, Papier und Edelstahl hergestellt sind.

Weniger Schadstoffe und Plastik in der Küche

Auf ökologische Wandfarben und Lacke setzen

In vielen Wandfarben und -lacken sind giftige und chemikalische Schadstoffe enthalten, die die Raumluft belasten und zu Kopfschmerzen und Übelkeit führen  können. Insbesondere Farben mit Konservierungsstoffen können gesundheitsschädlich sein und allergische Reaktionen hervorrufen. Daher sollte vor allem im Schlafzimmer darauf geachtet werden, dass möglichst schadstofffreie Wandfarben eingesetzt werden.

Ökologische Anbieter setzen auf natürliche Mineralfarben auf Silikatbasis, die ohne Konservierungsstoffe und Lösungsmittel auskommen. Gegen Schimmelbildung helfen Kalkfarben, da sie alkalisch sind und somit eine natürliche Antischimmelwirkung haben.

Achte beim Kauf auf Farben, die aus Lehm, Kreide oder Leinöl zusammen gesetzt sind. Weiterhin gibt es lösungsmittelfreie Dispersionsfarben.

Hersteller: nen-do.de, kreadino.de, Caparol Icons, File under PopAuro

Möbel & Wohnaccessoires aus natürlichen Materialien

Am nachhaltigsten ist es, ausrangierte und Second-Hand Möbel aufzupeppen und in einzigartige Designobjekte zu verwandeln. Es gibt mittlerweile viele Upcycling und DIY Ratgeberseiten, wie du einem alten Liebhaberstück zu neuem Glanz verhelfen kannst.

Beim Kauf neuer Möbel und Wohnaccessoires solltest du darauf achten, dass die Materialien weitestgehend natürlich sind und keine synthetischen Stoffe sowie giftige Lacke oder Klebstoffe enthalten und dass die Produkte von hoher Qualität sind. Auf tropische Hölzer wie Teak und Palisander sollte komplett verzichtet werden, da diese oft illegal abgeholzt werden und mit Containerschiffen zu uns transportiert werden müssen. Stattdessen achte darauf, dass es sich bei dem Möbelstück um heimisches Holz wie Eiche oder Zirbe aus kontrollierter Forstwirtschaft handelt. Das FSC-Siegel bietet hier aktuell den bestmöglichen Nachweis für Holz aus nachhaltiger Bewirtschaftung. Weiterhin solltest du auf Massivholz setzen und darauf achten, mit welchen Oberflächenmitteln es behandelt ist. Eine Pflege aus biologischem Leinöl und natürlichem Wachs ist meist ausreichend.

Der große Vorteil qualitativ hochwertiger Möbel ist, dass sie langlebiger und robuster sind. So hast du sehr lange viel Freude daran und kannst sie über Generationen weiter reichen.

Moebel und Wohnaccessoires aus natürlichen Materialien

Mit Accessoires aus natürlichen Rohstoffen, die verantwortungsvoll gewonnen und verarbeitet werden, kannst du dein Zuhause nachhaltig einrichten. Das können Körbe oder Teppiche aus Seegras, Wasserhyazynthe oder Elefantengras sein. Diese werden in ihrem natürlichen Raum gewonnen und sind nicht mit Pestiziden und Giftstoffen belastet.

Ein großer aktueller Trend ist textiles Upcycling sowie veganes Interior wie z.B. Leder aus Kaktus oder Lampenschirme aus Pilzen.

Hersteller: Desserto, Tŷ Syml, FM UNique Designs, Really.

Matratzen & Textilien aus Naturlatex

Viele Kaltschaum-Matratzen basieren teilweise auf Erdöl und sind mit Schadstoffen aufgrund synthetischer Materialien belastet. Da wir einen Großteil unseres Lebens im Bett verbringen und ein gesunder Schlaf so wichtig ist, sollten wir gerade beim Matratzenkauf darauf achten, dass diese unserer Gesundheit nicht schaden. Ökologische Matratzen aus Naturlatex oder Kokos-Latex sind zwar etwas teurer, aber dafür schadstofffrei.

Bei Bettdecken und Kissen solltest du darauf achten, dass der Bezug synthetikfrei und möglichst aus 100% Baumwolle ist. Es gibt sogar Anbieter, denen du deine alte Daunendecken schicken kannst, die sie recyceln, aufbereiten und dir in einer neuen Hülle wieder zukommen lassen.

Auch bei Textilien spielt die Natürlichkeit der Materialien eine große Rolle, wenn du dich nachhaltig einrichten möchtest. Achte darauf, dass die Materialien aus Naturstoffen wie 100% Bio-Baumwolle oder Leinen bestehen sowie ökologisch und sozial verantwortlich hergestellt wurden.

Hersteller: Kipli, snuuz.de

Bett Matratzen Textilien ohne Schadstoffe

Pflanzen als Raumluftreiniger

Einige Pflanzen haben eine reinigende Wirkung und können Schadstoffe wie Formaldehyd sowie Feinstaub aus der Luft filtern und in Sauerstoff umwandeln. Die Top Pflanzen, die eine luftreinigende Wirkung haben, sind der Bogenhanf, Efeu und die Kentia Palme. Lies hierzu auch unseren Blogbeitrag "Green Living: Wieso Pflanzen wichtig für uns und unser Zuhause sind".

Planzen aus Raumluftreiniger

Reinigungsmittel selbst herstellen

Hast du gewusst, dass in vielen konventionellen Wasch- und Putzmitteln aus dem Supermarkt und der Drogerie eine Vielzahl an komplexen und schädlichen Inhaltsstoffen enthalten sind, die das Abwasser mit giftigen Chemikalien belasten und nicht biologisch abbaubar sind? Hierzu zählen u.a. Duft- und Farbstoffe, Konservierungsmittel, Paraffine und Silikone. Viele Waschmittel enthalten zudem optische Aufheller, die allergische Reaktionen auslösen können. 

Mit einfachen Hausmitteln, die fast jeder von uns sowieso zuhause hat, kannst du schnell und einfach dein Sortiment an Reinigungsmitteln herstellen. Und das komplett chemikalien- und schadstofffrei.

Für eine solide Basisausstattung benötigst du nur Soda, Natron, Essig, Zitronensäure und Kernseife. Mit ein paar ätherischen Ölen wie Lavendel und Rosmarin kannst du die Reinigungsmittel noch mit einem Duft aufpeppen. Daraus kannst du folgende Reiniger herstellen: Spülmittel, Waschmittel, Scheuerpaste, Allzweckreiniger, Essigreiniger, Glasreiniger, Bodenreiniger und WC-Reiniger. Anleitungen findest du zugenüge im Internet.

Und das eigene Herstellen hat viele Vorteile: Neben dem Einsparen von Plastikmüll und Geld tust du damit etwas Gutes für deine Gesundheit und die Umwelt.

 Reinigungsmittel selbst herstellen

Wichtige Gütesiegel

Achte beim Kauf auf bekannte Gütesiegel und zertifizierte Produkte. Die unabhängigen Organisationen überprüfen die Inhaltsstoffe und sorgen dafür, dass Umweltstandards eingehalten werden.

Gütesiegel wie das GOTS-Siegel und das allerneuste "Made in Green by OEKO-Tex Siegel" garantieren, dass Textilprodukte schadstofffrei und unter fairen Bedingungen produziert sind. Das Goodweave-Gütesiegel garantiert, dass die Herstellung der Teppiche nicht mit Kinderarbeit erfolgte.

Mehr Informationen zu Prüfsiegeln und Zertifikaten findest du hier.

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